Warum wird eine MPU angeordnet?
Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine MPU an, wenn erhebliche Bedenken an Ihrer Fahreignung vorliegen.
Bei einer MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) wird die Fahreignung einer Person geprüft.
Ziel dieser Untersuchung ist die Feststellung, ob diese Person wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann, ohne sich oder andere zu gefährden.
Eine MPU wird wegen folgender Gründe angeordnet:

Alkohol
Fahren unter Alkoholeinfluss
mit mind. 1,6 Promille oder
wiederholtes Fahren unter
Alkoholeinfluss

Drogen
Fahren unter Drogeneinfluss
oder Medikamenten-
missbrauch, mehrfaches
Fahren unter Cannabiseinfluss

Verkehr
Häufige oder schwer-
wiegende Verstöße gegen
die Straßenverkehrsordnung,
Straftaten im oder in
Zusammenhang mit dem
Straßenverkehr
Ablauf einer MPU
Eine MPU besteht aus verschiedenen Teilen:
- Psychologische Begutachtung
In einem Gespräch mit einem Psychologen /
einer Psychologin wird Ihre Einstellung zum
Straßenverkehr analysiert.
- Medizinische Untersuchung
Bei der medizinischen Untersuchung prüft ein
Arzt / eine Ärztin Ihre körperliche Gesundheit.
- Leistungstests
Bei der Leistungsdiagnostik werden durch
verschiedene Tests Ihre Reaktions- und
Konzentrationsfähigkeit bewertet.
1. Fahrerlaubnisentzug
Aufgrund des vorliegenden Alkohol-, Drogen- oder Verkehrsdelikts wird die Fahrerlaubnis von der Fahrerlaubnisbehörde eingezogen.
2. MPU-Anordnung
Nun ordnet die Fahrerlaubnis-behörde eine MPU an, um zu überprüfen, ob die Person zukünftig zum Führen eines Fahrzeugs geeignet ist.

3. Abstinenznachweis
Bei Alkohol- und Drogendelikten können Abstinenznachweise verlangt werden. Die Dauer der Abstinenz hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.
4. MPU-Gutachten
Zur MPU nehmen Sie ein gültiges Ausweisdokument, die MPU-Anordnung Ihrer Fahrerlaubnisbehörde und ggfs. Ihren Abstinenznachweis mit.
Im Anschluss an die Gespräche und Tests wird Ihnen Ihr MPU-Gutachten zugesandt.
